Kinder+Jugend

ein beitrag, der von herzen kommt

Heute geht es mir nicht um die medienpräsente Diskussion um den Vorschlag eines oberösterreichische Bauernbündlers in Richtung „Kulturbeitrag statt Kirchensteuer“. Nein!

Ich wurde in den letzten Tagen immer wieder auf das Bild unserer Pfarrkirche auf der Vorschreibung des Kirchenbeitrages angesprochen. Viele Pfarrangehörigen glauben jetzt, dass der Kirchenbeitrag, um den sie gebeten werden, direkt und vollständig in unsere Pfarre fließt...

Das wäre an und für sich eine nette Idee. Aber leider ist es nicht so. Tatsächlich kommen von jedem Euro Kirchenbeitrag nur 50 % in die Pfarre, der Rest fließt in die Erhaltung der diözesanen Einrichtungen und an notwendige Zuschüsse an Pfarren.

Ich kann Euch versichern, dass Eure Kirchenbeiträge nicht ausreichen, alle seelsorglichen Aufgaben der Pfarre wahrzunehmen, aber ohne diesen Grundbeitrag zur Kostendeckung des pfarrlichen Haushaltes wären wir total hilflos. Dies ist auch der Grund für die vielen Sammlungen und die Spendenbitten für pfarrliche oder seelsorgliche Anliegen, sei es die Pfarrhofrenovierung, die Pfarrcaritas, die sakrale Musik oder anderes, mit denen ich Euch immer wieder daherkomme ... Ich weiß, dass dies sich – mit den diözesanen Sammlungen und dem Klingelbeutelopfer – summiert, selbst manch großherziges Gemüt oft auf die Geduldsprobe stellt, und kann daher nur um Verständnis bitten...

Wozu das Bild der Pfarrkirche auf der Vorschreibung des Kirchenbeitrags?

Unser Öffentlichkeitsausschuss wurde im Vorjahr gebeten, eine kleine Information über die Pfarre zusammenzustellen, damit die Gläubigen einen besseren Bezug dazu bekommen, wofür sie beitragen. Das Bildchen soll einen persönlichen Eindruck der Zusammengehörigkeit erwecken, ein patriotisches Gefühl des „in der Kirche beheimatet sein“, der Zugehörigkeit zu einer großen Pfarrfamilie.

Für den Inhalt der Beitragsvorschreibung sind wir nicht verantwortlich. Wer Fragen oder Einsprüche hat, muss sich mit seinem Anliegen direkt an die Kirchenbeitragsstelle wenden.

À propos „Kirchenbeitragsstelle“ ...

Nichts ist dort mehr wie früher. Geschulte Mitarbeiter sehen nicht mehr nur nach den Zahlungen, sondern auch nach der persönlichen Lebenssituation der Gläubigen. Man ist generell entgegenkommender, freundlicher und hilfreicher. Der Ausdruck „Kirchensteuer“, den das NS-Regime prägte, das diesen Beitrag erfand – auch, um Grund für den Kirchenaustritt zu geben – vermittelt ein falsches Bild. Es ist keine „Steuer“, sondern kann nur ein Beitrag sein, mit dem das Pfarrleben und die Arbeit der Diözese unterstützt werden soll.

Ob man selbst in den Genuss dieses Beitrages kommt, hängt von jedem selbst ab, denn es hängt davon ab, ob man am Pfarrleben teilnimmt, oder nicht. Viele tun das regelmäßig, immer schon. Andere kommen erst durch die Taufe, die Erstkommunion oder die Firmung ihrer Kinder in die Pfarre, kommen und sehen ... und bleiben!

Ich will mich bei allen dafür bedanken! Nicht nur für Eure Kirchenbeiträge und Spenden für Pfarranliegen, sondern auch für Euer Kommen und Bleiben, das in den letzten Jahren bei den meisten zur tätigen Mitarbeit und zum Mittragen des Pfarrlebens wurde!

Obwohl wir als Pfarrfamilie ca. 6400 Köpfe zählen, zahlt vermutlich nur 1/3 davon Kirchenbeitrag. Unsere Austrittsraten sind nicht so hoch, trotzdem schmerzt uns jeder Austritt. Austritte geschehen im Bezirksamt und daher werde ich stets zu spät informiert. Den austrittswilligen Austretenden nachzulaufen und sie darum zu bitten, sich den Austritt während der ersten drei Monate zu überlegen, hat bis jetzt nichts gebracht. Die Austretenden finden sich großteils ab dem Geburtsjahrgang 1980. Das hinterlässt eine Generationenlücke, und ein fehlendes Glied tut keiner Kette, keiner Wirbelsäule gut ...

Darum danke ich jedem von Herzen, der, wenn er  Post von der Kirchenbeitragsstelle bekommt, nicht an Austritt, sondern an seine Pfarre denkt! Herzliches Vergelt´s Gott!
Euer Pfarrer
Cliff

Wir bitten um Spenden, da die Renovierung unseres Pfarrheimes nicht nur schöne Räumlichkeiten sondern auch Schulden hinterlassen hat!
Erlagscheine der RAIKA, Kto.Nr. 10341824, BLZ 32000 liegen in der Kirche auf!
IBAN: AT06 3200 0000 1034 1824, BIC: RLNWATWW

AKTUELLEs

Highlights

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18.02.2012
14:50 Uhr
Besichtigung des Uhrenmuseums, Treffpunkt: Schulhof 2, 1010 Wien
Eintritt €4.- für Senioren

19.02.2012
10:00 Uhr
Faschings-Familiengottesdienst,
anschließend Pfarrkaffee:
"Kunterbunte Tiersafari"

22.02.2012
16:00 Uhr
Kinderaschenkreuzfeier

22.02.2012
19:00 Uhr
Hl. Messe mit Auflegung des Aschenkreuzes

04.03.2012
10:00 Uhr
Stiftungsmesse ("Dumba-Messe")
mit dem Männergesangverein
Zelebrant: Prälat Rudolf Schütz

17.03.2012
15:00 Uhr
6. Straßenkreuzweg

17.03.2012
18.03.2012
Pfarrgemeinderatswahl